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Ekkehard Mantel
Jazz-Pianist und Bassist

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Bronica EC-TL

Diese Zenza Bronicas sind einäugige Spiegelreflexkameras im Stile der Hasselblad für das Format 6x6, bei denen man wie bei modernen Mittelformatkameras das Filmmagazin wechseln kann und für die eine reichhaltige Auswahl vorzüglicher Objektive zur Verfügung steht (sowohl die Nikkor- als auch die Zenzanon-Objektive haben einen guten Ruf). Alle EC-Varianten im Gegensatz zu den S2(A) besitzen eine Spiegelvorauslösung. Nur von der S2A wird jedoch behauptet, sie sei ein besonders zuverlässiges Arbeitstier, auf die S-, S2-, EC- und EC-TL-Modelle trifft das nicht zu.

Es sei erwähnt, daß der Verschluß bei den S2(A)-Modellen ausgesprochen laut ist (angeblich die lauteste jemals gebaute einäugige Spiegelreflexkamera, und bei den EC-Modellen soll es auch nicht viel leiser zugehen); falls man also für bestimmte Anlässe eine dezentere Kamera vorsieht oder dem Krach aus rein ästhetischen Gründen negativ gegenüber steht, dann sollte man sich was anderes suchen.

Die EC und EC-TL haben elektronisch gesteuerte Verschlüsse, d.h. bei diesen Modellen ist man ausnahmsweise auf Strom (6 V Silberoxid-Batterie) angewiesen! Die S2(A) dagegen schaffen es auch mit mechanisch gesteuertem Schlitzverschluß noch eine 1/1000 Sekunde umzusetzen.

Schwachstellen, gängige Reparaturmaßnahmen, beim Gebrauchtkauf zu beachten:

Bronica EC-TL

Die S2(A) (und auch die Bronica C) neigen dazu, den über der Suchermattscheibe sich befindenden Schaumstoff zu komprimieren, die eine darunter liegende Feder nach oben drückt, wodurch im ungünstigsten Fall ein korrektes Scharfstellen unmöglich wird! Mit diesem Handikap sollen angeblich sogar Bronicas werkseitig ausgeliefert worden sein, weshalb das nach dem Kauf auf jeden Fall überprüft werden sollte. Sam Sherman hat sich dieses Themas ausführlich angenommen und eine Anleitung zur dauerhaften Behebung des Problems geschrieben.

Bei den EC-Varianten wird beklagt, daß sie den Batteriestrom auch im Ruhezustand verbrauchen. Man kann dies unterdrücken, indem man die Einstellung "B" oder die manuelle Einstellung von 1/40 Sekunde (der rote Punkt zwischen "A" und "B") auf dem Zeitenring einstellt.

Gebrauchtpreis:

Für die Kamera (wie immer im guten Zustand) ausgestattet mit Lichtschachtsucher einschließlich 75 mm-Nikkor-Objektiv und einem Magazin muß man 250 Euro ausgeben. Im Vergleich zu den zweiäugigen Spiegelreflexkameras sind diese Kameras weniger häufig und erfordern daher etwas mehr Geduld bei der Suche.

Die S2A ist die verbesserte Version der S2, die Gehäuse unterscheiden sich äußerlich jedoch nicht. Bis zur Seriennummer 150037 war eine S2A als solche durch den Namenszusatz hinter der Serienummer gekennzeichnet, danach muß als Identifikationsmerkmal die Seriennummer allein genügen.

Literatur und Links: